Nach oben Made with Xara “Der innere Motor...” "Alle, die sich vom Geist Gottes regieren lassen, sind Kinder Gottes." schreibt Paulus im Römerbrief (Röm.8,14). Etwas kerniger in der  Lutherübersetzung, aber auch griffiger: Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder!”  Was treibt Dich an? Was ist der innere Motor in Deinem Leben? Die unfaire Kritik Deines Vaters, der vielleicht seit 20 Jahren oder noch länger tot ist, dessen Kritik Du aber immer noch im Ohr hast als wäre es  gestern gewesen? Versuchst Du, es ihm immer noch recht zu machen, ihm etwas zu beweisen? Was treibt Dich an? Das, was man so macht? Das, was mehrheits-fähig ist? Siehst Du Dich in der Folge auch immer durch die Augen der  anderen? Wir sind normalerweise nicht gerne die Exoten, die auffallend anders sind und am Rande stehen.  Was treibt Dich an? Ist es vielleicht so eine innere Jury, die Dich ständig verklagt. Manche meinen, der Mensch ist sich selbst tatsäch-lich der  ärgste Kritiker. Es gibt diesen Richter in uns, der an uns herum-nörgelt  bis hin zur Selbstverdammnis, wo „gut“ nie „gut genug“ ist! Paulus schreibt hier im Römerbrief unmissverständlich, dass unser menschlicher „Otto-Normal“-Motor falsch konzipiert ist und einen  leistungsfähigeren Austauschmotor benötigt, völlig neu konzipiert. Pfingsten erinnert uns genau daran, dass der Heilige Geist persönlich uns Christen anspornen und ermutigen will. Das klingt in unserer  Lutherübersetzung auf den ersten Blick ein bisschen nach Gängeln und Schubsen, aber es ist positiv gemeint. Im Griechischen steht hier, dass  Gottes Geist  uns “führen, leiten, geleiten” möchte. Die Zeitform betont: ständig, nonstop, andauernd. Somit ist es eine bleibende und sich vertiefende  Prägung von innen, ein verändertes Denken  und in der Folge ein verändertes Handeln zu Gottes Ehre.   Ich muss zugeben, mir geht es nach vielen Jahren des Christseins immer noch so, dass ich vom Heiligen Geist kein klares innerliches Bild habe. Unser Gottesbild ist bezogen auf Gott, den Vater und Jesus Christus, das steht natürlich immer in der Gefahr, dass es Schieflage hat, verdreht ist, der Korrektur bedarf. Aber im Blick auf den Heiligen Geist hatte und habe ich oft nicht einmal ein vage Vorstellung. Ich muss mir Jahr für Jahr am Pfingstfest (und natürlich immer wieder zwischendurch) bewusst machen, dass der Heilige Geist genauso wie der Vater und Jesus eine Person ist mit den typischen Kennzeichen einer Persönlichkeit: Verstand, Wille und Gefühl. All diese Merkmale schreibt die Bibel ihm zu.  Trotz dieser oft nur schwammigen Vorstellungen, die ich vom Heiligen Geist in mir trage, spüre ich seine unmittelbare Gegenwart sehr wohl. Seit  einiger Zeit ist mein Glaube viel fokussierter, kraftvoller, fröhlicher. "Ich könnte platzen vor Freude!" habe ich zu Ute, meiner Frau, vor einiger Zeit  sagen dürfen, so stark spürte ich die Gegenwart Gottes in mir! Das ist ein Geschenk, das mir deutlich machte,  mag es auch nicht immer spürbar sein, dass ich wirklich ein "Tempel des Heiligen Geistes" bin (1.Kor.6,19), ein Wohnort Gottes. Wenn ich mich darauf einlasse und mir diese Glaubenswahrheit bewusst mache: "Gott lebt durch ihn in mir!", dann ist das kein schräges  esoterisches Denken, das in sich den "göttlichen Funken" sucht, eine wie auch immer geartete Präsenz von etwas geheimnisvoll Höherem. Nein, es ist das Wissen um die reale Anwesenheit eines Teils der Dreieinigkeit  in meinem Leben. Dass der Heilige Geist auch ein emotionales Wesen ist, zeigt sich für mich dadurch, dass er tiefe Emotionen (Freude) über die Nähe Gottes wecken kann in mir. Ich habe das sehr genossen! Ich wünsche allen Lesern tiefgreifende Erfahrungen mit ihm, der in uns lebt!    Ihr Karsten Hinz